Lehrer arbeiten wenig
"Die Lehrkräfte arbeiten seit Jahren am Limit und sind am Ende ihrer Kräfte. Doch gleichzeitig passiert etwas Merkwürdiges: Während das Land mit der einen Hand Milliarden verteilt, nimmt es mit der anderen Hand gezielt Stellen weg.
Dort heißt es auch: "Zugleich geben wir Schulleitungen wirksame, rechtskonforme Werkzeuge an die Hand, um dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen zu adressieren – von strukturiertem Feedback über verbindliche Entwicklungsvereinbarungen bis hin zu abgestuften Sanktionen."
VBE-Chef Brand verwies auf die schwierigen Bedingungen an den Schulen: Lehrkräftemangel, unzureichend ausgestattete Gebäude, ein zunehmend schwieriges Schülerverhalten und der Umstand, dass Schulen immer mehr gesellschaftliche Problemlagen kompensieren müssten.
Doch es zeigt sich: Die Rechnung geht nicht überall in NRW auf.
NRW-Schulen am Limit: Lehrer-Lücke im Ruhrgebiet am größten
Am 1. Daher setzt das Land hier auf ein ambitioniertes Programm. Ihnen nun auch noch mit Sanktionen zu drohen, ist gänzlich inakzeptabel."
Im Wahlprogramm der CDU steht, dass die Beschäftigungsbedingungen angehender Lehrkräfte verbessert werden sollen - und Schulleitungen entlastet durch Schulverwaltungsassistenzen.
Die Zuschläge halbieren sich plötzlich.
Weitere Empfehlungen soll ein Expertenrat Anfang November geben. Im Regierungsprogramm, das der Parteitag am Wochenende in Heidelberg beschlossen hat, sehen die Christdemokraten auch Instrumente vor, um "dauerhaft mangelnde Leistungsbereitschaft und Pflichtverletzungen" bei Pädagogen zu adressieren.